Mittwoch, 3. August 2016

Göttlich - verloren

Göttlich verloren
von Josephine Angelini 
erschienen als Taschenbuch 
im Oetinger-Taschenbuch Verlag (2014)
 
Zweiter Teil der Trilogie holt mich nicht ab
Die Geschichte um die Halbgöttin Helen geht weiter. Mit Dabei auch wieder die Familie Delos und Helens Freunde Claire, Matt & Zach. Neue Charaktere finden ihren Weg in die Geschichte - Götter, Halbgötter und andere Wesen.

In diesem Band geht es hauptsächlich um Helens Ausflüge in die Unterwelt und den Versuch die Furien zu befreien, damit der Blutfluch gebrochen wird. Bei diesen Ausflügen durch die Unterwelt trifft Helen auf Orion, ein weiterer Halbgott, der in Beziehung zu ihrer Mutter steht, und sie bei der Aufgabe unterstützen soll. Durch die Gemeinsamen Streifzüge und Erlebnisse kommen sie sich näher. Somit wären wir auch schon beim zweiten Thema. Die Dreiecksbeziehung Helen-Lucas-Orion. Diese wird thematisch immer wieder angerissen.

Die personale Erzählperspektive macht mich persönlich irgendwie wirr. Ich kann mich nicht so gut in die Geschichte bzw. die Protagonisten einfühlen und bleibe somit seit dem ersten Teil auch im zweiten Teil distanziert.
Zweites Manko als Leser war mein fehlendes Grundwissen im Bereich der Mythologie. Ich hänge immer irgendwie durch und habe auch beim Lesen keine Lust gleichzeitig zu recherchieren, wie alles zusammenhängt. Viele Fähigkeiten, die Verwandtschaftsverhältnisse und verschiedenen Häuser. Puh etwas anstrengend.

Das wichtigste was mir persönlich fehlt ist die intensivere Beschreibung der Gefühle der Protagonisten dadurch zieht sich der zweite Band für mich wie Kaugummi. Ich hatte zwischendrin gar keine richtige Lust weiterzulesen. Die Szenen in der Unterwelt waren, bis auf einige Ausnahmen, für mich eher unspektakulär, langwierig und langweilig. Ich hätte stattdessen gerne mehr erfahren über die anderen Charaktere und Handlungsorte, z.B. Daphne und Hector (bei Tantalus kurz angerissen) oder Castor und Pallas beim Konzil.

Genug gemeckert. Gefallen haben mir die beschriebenen Kampfszenen. Das Auftauchen neuer Wesen, die den Scions das Leben schwer machen. Die Handlung rund um Zach und Automedon hat mir auch gut gefallen sowie mein Lieblings Scion Hector (der leider etwas zu kurz kam. Ich hoffe auf den dritten Band). Der Showdown war gut gemacht und der Schluss macht mich auf jeden Fall neugierig auf den letzten Teil der Trilogie. 

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