Freitag, 22. Oktober 2021

Die goldene Ananas

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"Die goldene Ananas"

von Dennis Kornblum

erschienen 08.12.2020
im Tredition Verlag
Selfpublishing

Paperback
580 Seiten
ISBN: 978-3-347-12210-9
17,99 € inkl. MwSt.

auch erschienen als E-Book und Hardcover

(Stand 21.10.2021)

Vielen Dank an den Autor Dennis Kornblum und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Zum Inhalt (Quelle: Verlag):
Der junge Elias lebt seit fünfeinhalb Jahren in Wohnheimen für gemeindenahe Psychiatrie. Er hat die Diagnose Asperger-Syndrom und steht jeglichen Veränderungen ängstlich und grundsätzlich ablehnend gegenüber. Daher erfüllt es ihn eher mit Widerwillen, dass er nun in eine eigene Wohnung ziehen soll, in das Dachgeschoss eines Fünfparteienhauses. Hier geht es ihm anfänglich nur darum, möglichst seine Ruhe zu haben und seinen streng strukturierten Tagesablauf einzuhalten, der aus einer sechsstündigen E-Gitarren-Einheit, dem Konsum von Death-Metal-Alben, dem Schauen von Filmen und genau getimten Mahlzeiten und Zigarettenpausen besteht. Nach und nach werden jedoch die übrigen Hausbewohner auf ihn aufmerksam, und er kommt immer mehr in sozialen Kontakt, vor allem zu dem extrovertierten Endfünfziger Willi. Und plötzlich steht er vor ganz neuen Herausforderungen - Soll er es wagen, einer richtigen Band vorzuspielen? Die hübsche Kellnerin vom Café Auberge nach einer Verabredung zu fragen?
Vielleicht hat Willi ja recht mit der "goldenen Ananas"...


Meine Meinung:
Da mich das Thema Asperger Syndrom (einer "leichteren Form" von Autismus) angesprochen hat, musste ich nicht lange überlegen, ob ich der Zusendung eines Rezensionsexemplars von "Die goldene Ananas" zustimme. Da Dennis Kornblum selbst die Diagnose gestellt bekommen hat, versprach ich mir einen authentischen Roman, mit einem guten Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt des Protagonisten.

Elias zieht zu Beginn des Romans von einem Wohnheim in eine eigene Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Dort trifft er in den kommenden Wochen auf die verschiedenen Bewohner und Bewohnerinnen der weiteren Wohnungen. Wir begleiten Elias dabei, wie er jeden einzelnen kennenlernt und wie er damit umgeht. Sein sehr geregelter Tagesablauf nimmt zu Beginn des Romans einen wichtigen, teilweise recht ausschweifenden Teil der Erzählung ein. Im Laufe der Zeit wird Elias spontaner und lernt mit Abweichungen von Gewohntem und Geplantem entspannter umzugehen. Man lernt ihn auch als Leser immer besser kennen und schätzen und kann miterleben, wie Elias einen sich in den folgenden Wochen entwickelt. Elias war mir als Protagonist sehr sympathisch.
Neben Elias lernt man auch weitere Bewohner und deren ganz persönliche Probleme und Eigenarten kennen. Die meisten sind sympathisch, andere weniger. Willi hat mich ganz besonders begeistert, da er von Beginn an sehr offen gegenüber Elias ist und ihn (zumeist) so nimmt, wie er ist.


Der Schreibstil von Dennis Kornblum ist in "Die goldene Ananas" sehr flüssig und ohne großes stolpern zu lesen. Man kann der Handlung gut folgen, jedoch ist der Inhalt oft sehr detailgetreu und als Roman für mich auch teilweise zu ausschweifend. Der Tagesablauf der Hauptfigur wird mir zu oft, zu ausführlich beschrieben. Mit den Death Metal Bands und den Gitarrenfachbegriffen, konnte ich als Laie nichts anfangen und es hätte der Handlung nicht geschadet, wenn diese Anteile kürzer gehalten worden wären.
Allerdings um zu verstehen, wie ein Mensch mit "Asperger" denkt und handelt, war es genau richtig. Daher kann ich es auch nicht zu 100% als negativ betrachten. Da der Tagesablauf von Elias sich mit der Zeit veränderte und flexibler und abwechslungsreicher wurde, fiel mir auch das weiterlesen mit der Zeit leichter.
Nach den ersten zwei Kapiteln zweifelte ich daran, ob ich es tatsächlich schaffe, die 580 Seiten durchzuhalten. Ich habe auch insgesamt sehr lange für den Roman gebraucht.
Generell empfinde ich kürzere Kapitel als anregender zum Weiterlesen. Die Kapitellänge von 30-40 Seiten ist für meinen Geschmack zu lang. Für mich hätten sie deutlich kürzer ausfallen können.

Ich möchte dem Roman 4 Pfoten geben und das dieses mal auch kurz näher erläutern. Als reinem (Unterhaltungs-)Roman war er mir einfach zu ausschweifend und langwierig, der Lesefluss wurde durch die detailgetreue Schreibweise getrübt. Ich würde daher "nur" 3 Pfoten vergeben. Wenn ich den Roman, jedoch auch als das sehe, was ich davon erwartet habe, nämlich einen authentischen Einblick in das Leben und Denken einer Person mit Asperger Syndrom, könnte ich ganz klar 5 Pfoten vergeben. Daher entscheide ich mich hier für insgesamt 4 Pfoten als Gesamtbewertung und klare Leseempfehlung für diejenigen, die mehr über das Leben mit der Diagnose Asperger Syndrom erfahren möchten.




Dienstag, 6. Juli 2021

Jedes Jahr im Juni

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"Jedes Jahr im Juni"
von Lia Louis

Aus dem Englischen von Veronika Dünninger

erschienen am 25.01.2021
im Penguin Verlag der 
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

Paperback
416 Seiten
ISBN: 978-3-328-10624-1
 13,00 [D] inkl. MwSt

Auch erschienen als E-Book und Hörbuch.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zum Inhalt (Quelle: Verlag):

Lass dein Herz los, wenn es fliegen will
Für Emmie ist Lucas die ganz große Liebe – seit dem Tag, als sie einen roten Luftballon mit einem Brief in den Himmel steigen ließ und Lucas ihr antwortete. Emmie weiß, dass er ihr Seelenverwandter ist, und doch hat sie es nie übers Herz gebracht, Lucas ihre Gefühle zu gestehen. Jedes Jahr treffen sich die beiden am selben Ort.
Jedes Jahr hat er ein ganz besonderes Geschenk für sie. Und jedes Jahr hofft Emmie aufs Neue, dass Lucas sich auch in sie verlieben wird. Doch dieses Jahr ist alles anders. Denn was Lucas ihr verkündet, lässt Emmies Herz in tausend Stücke zerbrechen. Hat sie ihn damit für immer verloren?
Meine Meinung:  
Pünktlich zum Beginn der Sommerferien möchte ich euch noch eine passende Lektüre vorstellen. Ich habe den Roman von Lia Louis im Juni gelesen und fand es von der Jahreszeit her bei diesem Titel auch sehr passend. 

Es ist ein Roman, der durch seinen lockeren Schreibstil sehr gut zu lesen ist. Ich kam jedoch öfters ins holpern, da es doch vermehrt zu zeitlichen Sprüngen kommt, die für mich nicht immer sofort ersichtlich waren. Das hat meinen Lesefluss vor allem zu Beginn des Buches etwas gestört. Ich musste dann immer wieder kurz nachdenken, wo ich mich gerade überhaupt zeitlich sowie räumlich befinde. Irgendwann war das aber nicht mehr so sehr spürbar und ich war irgendwie doch sehr gefesselt von der Geschichte rund um Emmie und Lucas. 

Emmie ist ein sehr herzlicher Mensch und sie macht es einem nicht schwer sie in das Leserherz zu schließen. Sie wirkt sehr authentisch und hat im Leben nicht nur Höhen erlebt, was ebenfalls eine Identifizierung mit den Protagonisten erleichtert.
Es werden im Roman viele wichtige Themen behandelt, obwohl ich ihn doch überwiegend als Liebesroman bezeichnen würde. Tiefgründige Themen werden nur am Rande angeschnitten und der Roman verliert daher auch nicht seine Leichtigkeit, die ich von einem Sommerroman erwarte. 

Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und stetig, es werden immer mehr Details aufgedeckt und obwohl ich schon relativ früh eine Ahnung hatte, habe ich bis zum Ende mit gefiebert. Auf jeden Fall gibt es eine Wendung, die ich nach dem Klappentext und den ersten Seiten so nicht erwartet hatte. Außerdem hat mich die Autorin vor allem gegen Ende auch emotional abgeholt. Das hat mich aufgrund meiner Probleme zu Beginn etwas überrascht, aber sehr positiv gestimmt.

Wer für den Urlaub oder die Ferien noch eine süße Liebesgeschichte mit überraschender Wendung sucht, dem kann ich diesen Roman empfehlen. Wer sich mit zeitlichen Sprüngen eher schwer tut, sollte eventuell nach einem anderen Titel suchen.






 

Dienstag, 18. Mai 2021

Die Botschafter

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"Die Botschafter"
von Andreas Kroll

erschienen am 08.03.2021
bei Books on Demand 
als Selfpublishing Roman

mit 386 Seiten
als Hardcover, Paperback und E-Book

ISBN: 978-3752687309


Vielen Dank an den Autor Andreas Kroll für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zum Inhalt (Quelle: andreaskrollautor.de):

Große Echsen und geflügelte Schlangen fallen in das Reich der Menschen ein. Sie jagen Dorfbewohner und bedrohen Städte, greifen die Zwerge im Donnersteiggebirge und die Alben in ihren Walddörfern an. Die Schuppenmonster hinterlassen eine blutige Spur, bis sie sich im Herbst genauso unvermittelt zurückziehen, wie sie aufgetaucht sind.

Werden sie im nächsten Jahr zurückkehren?

Drei Botschafter – der Mensch Heinrich, die Albin Ketlin und der Zwerg Gillim – machen sich auf eine Reise voller Gefahren und unerwarteter Begegnungen, um die Riesen im Norden als Verbündete zu gewinnen.

Noch ahnen sie nicht, dass eine Verschwörung in der Heimat einen Bruderkrieg unter den Menschen auslösen wird …

Meine Meinung:
Vor einigen Wochen bekam ich die Anfrage von Andreas Kroll, ob ich seinen High Fantasy Roman "Die Botschafter" lesen mag. Irgendwie fühlt man sich ja doch immer etwas gebauchpinselt, wenn man bezüglich einer Rezension angeschrieben wird. Ich möchte aber nicht Bücher lesen und rezensieren, die mich eigentlich gar nicht ansprechen. Daher habe ich mir den Roman und auch die Leseprobe ganz  genau angesehen. Allerdings benötigte es nicht sehr viele Seiten um mich so weit zu haben, dass ich zusagte. Schon das Cover sprach mich sehr an. 
Die Inhaltsangabe erinnerte mich irgendwie an "Herr der Ringe- Die Gefährten" oder den "Hobbit". Die ersten Seiten konnte man sehr flüssig lesen und somit war für mich schnell klar, dass ich die komplette Story gerne lesen würde.

Die Botschafter, Heinrich, Ketlin und Gillim machen sich zu Beginn des Romans gemeinsam auf den Weg um Verbündete für den Kampf gegen die Echsen zu gewinnen. Die Reise ist beschwerlich und sie begegnen allerlei magischen Wesen, die nicht immer freundliches im Sinn haben. Viele Gefahren und beschwerliche Erlebnisse schweißen die drei Botschafter zusammen, obwohl sie zu Beginn doch sehr misstrauisch gegenüber der jeweils anderen Völker sind. 
Mir hat es sehr gut gefallen die Drei bei ihrer Reise zu begleiten und ich habe alle drei sehr schnell in mein Leserherz geschlossen. 
Auch der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen, bildlich und ausführlich ohne zu viel zu verschnörkeln und sich in Details zu verlieren. 
Die Sichtweise aller drei Botschafter verschafft einem einen guten Einblick in die Gefühls-und Gedankenwelt jedes einzelnen der drei Protagonisten und man kann mit jedem mit fühlen und mit fiebern.

Nach etwas über der Hälfte von Band I nimmt die Handlung jedoch einen Wandel auf. Für mich ist das ein relativ deutlicher Cut gewesen und ich würde Band I daher deutlich noch mal in zwei Teile aufteilen. 
Es wird politischer, Macht und Intrigen spielen eine größere Rolle. Der Kampf gegen die Echsen rückt näher. Vielleicht ist es mein persönliches Empfinden und meine persönlichen Vorlieben, aber ich hatte ab diesem Zeitpunkt mehr Probleme meine Motivation zum Weiterlesen zu finden. Die Botschafter und deren Aktionen wurden nicht mehr so detailliert und liebevoll beschrieben, die Handlung an sich schreitet schneller voran und einiges bleibt für mich auch zu wenig erläutert. 

Trotz der Kritik am zweiten Teil des ersten Bandes habe ich alle Botschafter so sehr in mein Herz geschlossen und die Reise mit den Erlebnissen im ersten Teil des Bandes hat mich doch sehr überzeugt. Daher würde ich mich auch sehr darüber freuen die drei Botschafter auch in Band II wieder bei ihren Abenteuern zu begleiten. 



Montag, 12. April 2021

Nie nie nie

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"Nie, nie, nie"
von Linn Strømsborg

Roman
erschienen im Dumont Verlag
Erscheinungstag: 12.04.2021

ISBN 978-3-8321-8133-8
Hardcover mit 256 Seiten

Preis: 20,00 €

(Stand: 11.04.2021; Quelle: Verlag)

Vielen Dank an netgalley.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zum Inhalt (Quelle: Verlag):
Linn Strømsborgs Erzählerin ist fünfunddreißig – und hat sich schon vor Jahren dazu entschlossen, keine Kinder zu bekommen. Davon, wie sich ihre Entscheidung auf die Beziehungen zu Freunden, den Eltern und nicht zuletzt dem Partner auswirkt, handelt dieses Buch: Ihr Umfeld hat Schwierigkeiten, ihre Haltung zu akzeptieren, immer wieder wird sie mit dem Thema konfrontiert. Da ist ihr langjähriger Partner Philip, der zunehmend daran zweifelt, ob er mit dem Entschluss seiner Freundin leben kann. Ihre Mutter strickt ohnehin seit Jahr und Tag Babykleidung in der Hoffnung auf ein Enkelkind. Als dann die beste Freundin Anniken Nachwuchs bekommt, verändert sich alles. 
Aber kann man wirklich nur mit Kind eine Familie sein? Wieso wird von jeder Frau erwartet, dass sie Mutter werden will? Warum ist es so schwierig, andere Lebensentwürfe zu akzeptieren?
Linn Strømsborg beschäftigt sich mit Fragen, die jede Frau – ob Mutter oder nicht – sich irgendwann stellt. 
›Nie, nie, nie‹ ist ein Buch der Stunde, das sich mit Elternschaft und Weiblichkeit auseinandersetzt, und zwar auf direkte, empathische und bewegende Weise.
Meine Meinung:
Das Cover und der Titel haben mich bei diesem Roman zuerst angesprochen. Gehört hatte ich von der in Deutschland noch unbekannten Autorin und auch von diesem Titel noch nichts.
Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dieses Buch muss ich lesen. Das Thema ist so alltäglich und trotzdem irgendwie Tabuthema und heikel.

Der Einstieg in den Roman ist durch den lockeren Schreibstil so angenehm und leicht. Man findet sich gleich Mitten im Geschehen. Zumeist ist die Geschichte chronologisch fortlaufend geschrieben. Die Sprache ist einfach und trotzdem ist so viel Tiefgründigkeit zwischen den Zeilen zu finden.
Der Einstieg in den Roman ist durch den lockeren Schreibstil so angenehm und leicht. Man findet sich gleich Mitten im Geschehen. Zumeist ist die Geschichte chronologisch fortlaufend geschrieben. Die Sprache ist einfach und trotzdem ist so viel Tiefgründigkeit zwischen den Zeilen zu finden.

Man bekommt einen lebendigen und authentischen Einblick in das Leben der Protagonistin und deren Umfeld. Einige Szenen sind zum schmunzeln, andere wiederum ließen bei mir Tränen kullern. Der Roman ist in einer Weise sehr geradlinig, andererseits lässt er auch vieles offen und man kommt selbst ins Grübeln.
Ein ehrlicher, authentischer und lebensnaher Roman über das Kinder bekommen und nicht bekommen. Und wie die Umwelt mit der individuellen Entscheidung umgeht.
Ich war sehr auf das Finale des Romans gespannt und wie die Autorin die Entscheidung der Protagonistin umsetzt. Das Ende hat mich sehr positiv überrascht und hat ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert.

Ein wunderbares Buch über ein Thema, dem entweder zu viel oder zu wenig Wichtigkeit beigemessen wird. Oft wird geurteilt und es werden Dinge vorausgesetzt, über die jede Frau oder jedes Paar ganz individuell entscheiden (können) sollte.
Ich werde diesen Roman auf jeden Fall weiterempfehlen.




Dienstag, 23. März 2021

Meal Prep

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"Meal Prep" 

von Lena Merz
erschienen im GU Verlag
02.02.2021

64 Seiten
Softcover

ISBN-10:3833878460
ISBN-13:978-3-8338-7846-6
Maße:16.6 × 20 cm

11,99 €

(Stand 23.03.2021)

Vielen Dank an netgalley.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Zum Inhalt (Quelle: Verlag):
Gut vorbereitet ist halb gekocht! Sind Kühlschrank, Gefriertruhe und Vorratsdosen einmal gefüllt, ist das Kochen und Kombinieren ein Kinderspiel. 
Der GU-KüchenRatgeber Meal Prep zeigt, wo Kochen für jeden Tag beginnt: mit dem 1×1 der cleveren Vorbereitung. Einmal Schnibbeln, Mixen, Vorbereiten und Frischhalten genügt, dann lassen sich Pizza, Pasta, Crêpes und Aufläufe, Quiches und Currys, Salate und Bowls, Puddings, Muffins, Cookies oder Waffeln ganz leicht und ohne Aufwand superfrisch in Windeseile fertigstellen. 
Der Pizzabäcker im Restaurant macht’s auch nicht anders: bereitet alles vor, und eins, zwei, drei ist die Pizza belegt und brutzelt im Ofen! Mit Meal Prep klappt das auch daheim – schnell, gesund und einfach lecker!


Meine Meinung:

"Einfache Meal Prep-Rezepte mit nur 10 Zutaten für schnellen Alltagsgenuss" - 

So steht es auf der Seite des Verlags und das gibt auch sehr gut den Inhalt des Buches wieder. Denn es handelt sich um im Alltag sehr gut integrierbare Rezepte mit wenigen und einfachen Zutaten. Die Rezepte sind unkompliziert und leicht nach zu kochen, so dass man tatsächlich auch mal zwei bis drei Rezepte hintereinander weg kochen kann und für die ganze Woche vorgesorgt hat.



Der Aufbau des Kochbuches gliedert sich wie folgt:

  • kurze, knackige Einführung/ Interview der Autorin
  • Frühstück
  • Kalte Gerichte
  • Warme Gerichte
  • Gesunde Snacks
  • Informationen zur Meal Prep Umsetzung

Bei Rezensionen zu Kochbüchern koche ich gerne auch immer ein paar Rezepte nach, damit ich es auch gescheit beurteilen kann. Da ich beim Frühstück relativ unflexibel bin und mein Frühstücksbrot brauche, habe ich mich für drei Rezepte aus anderen Kategorien entschieden: 
  • Nudelsalat im Glas, als kaltes Gericht
  • Linsencurry, als warmes Gericht 
  • Bananenriegel, als gesunden Snack

Alle Rezepte sind gut gelungen und benötigten wenig Aufwand. Viele Zutaten konnte ich aus meinem Vorrat nutzen und mussten nicht umständlich besorgt werden oder sind selbst im einfach ausgestatteten Supermarkt oder beim Discounter erhältlich. 
Die meisten Rezepte sind für 4 Personen ausgelegt. Da wir nur zu zweit sind, haben wir dann direkt davon gekostet und die andere Hälfte für einen anderen Tag aufbewahrt.
Bei den jeweiligen Rezepten steht stets aufgeführt, wie lange sie sich halten. Im Kühlschrank oder auch eingefroren. Was für den Meal Prep Beginner sehr hilfreich ist. 



Manchmal ist weniger einfach mehr. Geschmacklich konnten die Gerichte ebenso überzeugen, wie in der Umsetzung und vom Aufwand. Schließlich geht es auch um den Genuss. Perfekt für Meal Prep Einsteiger. 5 Pfoten von uns für dieses kleine aber feine Kochbuch.



 

Donnerstag, 20. August 2020

Offline

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"Offline"
von Arno Strobel

Erschienen im S. Fischer Verlag
Fischer Taschenbuch
29.07.2020
384 Seiten
10,99 €
ISBN: 978-3-596-70558-0

auch erschienen als E-Book und Paperback


(Stand: 04.08.2020)

Vielen Dank an netgalley.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Zum Inhalt (Quelle: Verlag):
Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Offline.
Der packende Psycho-Thriller von Nr. 1-Bestseller-Autor Arno Strobel

Fünf Tage ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. Digital Detox. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf den Watzmann in 2000 Metern Höhe reist.
Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...


Meine Meinung:

"Offline" hat durch das Cover direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der Klappentext hörte sich auch sehr spannend an, daher musste ich doch unbedingt mal bei Netgalley anfragen, ob ich das Buch lesen und rezensieren darf. Prompt wurde meine Anfrage positiv beantwortet und ich konnte mit der Lektüre starten.
Obwohl ich mich derzeit eher in einer Leseflaute befinde, konnte mich der Schreibstil von Arno Strobel gleich dort heraus holen und mein Drang weiterzulesen war enorm. 
Schon der Prolog ist ziemlich gruselig und blieb mir auch während des gesamten Romans im Hinterkopf und floss in meine eigenen Überlegungen zum Täter ein.

Dann geht es direkt weiter mit dem ersten Zusammentreffen der Gruppe und dem gemeinsamen Aufstieg zum Hotel. Hier ist es etwas schwierig den Überblick über die doch relativ vielen Figuren zu behalten. Mit der Zeit kommt man aber dann zurecht. 
Direkt in der ersten Nacht passiert dann auch schon die grausame Tat, und es soll nicht bei einer bleiben. Die Spannung blieb mir eigentlich die ganze Zeit erhalten. Ich fand es zudem sehr interessant mitzuerleben, wie sich das Verhältnis und das Verhalten der einzelnen Gruppenmitglieder untereinander verändert, wie jeder einzelne mit den Erlebnissen umgeht, und vor allem fragt man sich, wie würde man selbst in einer solch gruseligen, außergewöhnlichen und lebensbedrohlichen Situation handeln.

Das Buch wird überwiegend aus der Sicht der Protagonistin Jenny geschrieben, somit erfährt man auch nicht, was außerhalb ihres "Sichtfeldes" alles passiert. Ich habe die ganze Zeit über gerätselt und mich auch auf falsche Fährten locken lassen. 
Zwischendurch sind einige Dialoge und auch einige der Gruppenmitglieder etwas nervig und unsympathisch und das Ende muss ich zugeben wurde mir etwas zu flott abgehandelt. Auf den Täter hätte man kommen können, ich bin es aber nicht. Daher hatte ich auch während des Lesens ausreichend Motivation weiterzulesen. 
Das Thema "Offline" war hier eher nebensächlich, aber natürlich tragisch in der Situation. 

Der Roman hat mich aus meiner Leseflaute herausgeholt und konnte mich mit der durchgehend erzeugten Spannung begeistern. Bestimmt nicht mein letzter Roman von Arno Strobel.



Donnerstag, 20. Februar 2020

Klugscheißer Deluxe

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"Klugscheißer Deluxe"
von Thorsten Steffens

Erschienen im Piper Verlag 

E-Book
6,99 €
am 02.12.2019
EAN 978-3-429-98608-3
Erscheint auch als Taschenbuch am 02.06.2020

(Stand: 15.02.2020)

Zum Inhalt (Quelle: Verlag):
Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gutgehen? Ein irre komischer Roman um Studenten, Lehrer, und welche, die Lehrer werden wollen – für alle Fans von Tommy Jaud und Fack ju Göhte

Timo Seidel ist 29 Jahre alt und hat beruflich noch nicht viel in seinem Leben erreicht. Bisher stand ihm vor allem immer seine große Klappe im Weg, denn Timo leidet unter einer weit verbreiteten, aber sehr unangenehmen Krankheit: Er ist ein chronischer Klugscheißer! Dagegen helfen leider auch keine Tabletten. Und so gerät Timo immer wieder mit seinen Mitmenschen aneinander, was auch dazu führte, dass er vor fünf Jahren sein Studium schmiss. Nun glaubt er allerdings, erwachsener zu sein und beschließt, mit Ende zwanzig doch noch einmal ein Studium neben seiner Aushilfsstelle an einer Abendschule zu wagen. An der Universität trifft er auf anstrengende Lehrkräfte, außergewöhnliche Mitstudierende und auf die bildhübsche Sophie, die ihm obendrein den Kopf verdreht. Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gut gehen? Nach „Klugscheißer Royale“ der zweite Roman rund um Timo Seidel.

Meine Meinung:
Mein zweites Treffen auf Timo, Timo Seidel, aka "Klugscheißer Royale" und nun auch "Klugscheißer Deluxe". 
Schon der erste Roman konnte mich mit seinem lockeren Schreibstil und sarkastischem Humor überzeugen, denn trotz der doch manchmal flachen Witze steckt dort so viel Tiefgang dahinter. 
So habe ich mich gefreut auch "Klugscheißer Deluxe" lesen zu dürfen. Das Wiedersehen mit dem Protagonisten Timo war bereits auf den ersten Seiten schon wieder zum Schmunzeln komisch. Timo hat sich vorgenommen nicht mehr so oft mit seiner Klugscheißerei anzuecken und sich das Leben dadurch einfacher zu machen. Ob ihm das immer gelingt lasse ich mal offen. Denn auch wenn Timo sich zurück nimmt erfahren wir als Leser doch was in seinem Kopf vorgeht, denn es ist in der Ich-Perspektive geschrieben. 
Der Schauplatz Uni bietet wieder neues Futter für humorvolle Szenen, aber auch die schon bekannte Abendrealschule und auch Timos Familie leisten ihren Beitrag zu einem gelungenen Werk.
Einige Anspielungen auf Popkultur vergangener Tage lassen mich immer etwas zwiegespalten zurück. Im diesem Roman von Thorsten Steffens sind mir diese kurzen Ausflüge in die Vergangenheit bekannt und daher kann ich auch etwas damit anfangen und darüber lachen. Ich habe aber auch bereits Bücher gelesen, wo ich selber dann gar nicht so wirklich verstanden habe worum genau es eigentlich geht... so könnte es natürlich auch Lesern gehen, die nicht die angesprochene Zielgruppe (Generation) sind. 
"Klugscheißer Deluxe" ist ein schnell zu lesender, kurzweiliger Roman, den man aufgrund des lockeren Schreibstils verschlingen könnte. Einige Szenen in der Uni oder der Abendschule haben sich doch leider etwas gezogen, so dass ich irgendwie nicht so richtig im Lesefluss geblieben bin und leider länger für diesen Roman gebraucht habe.
Ein heiterer Roman, der Kinder der 80er ganz sicher zum schmunzeln bringt oder auch einige male herzhaft lachen lässt. Spät Studierende finden sich hier ganz bestimmt wieder.